Buchmesse Leipzig

Buchmesse Leipzig

Auf der Buchmesse Leipzig ist auch der Karl Dietz Verlag Berlin mit dabei. Zu finden sind wir vom 23. bis 26. März 2017 auf unserem gemeinsamen Stand mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung E 404 in der Halle 5 und präsentieren unsere Neuerscheinungen. Wir freuen uns auf Besuch.

 

Die Möglichkeit, einige unserer Autorinnen und Autoren kennenzulernen, gibt es bei vier Veranstaltungen des Verlags ihm Rahmen der Verlagskooperation »Die Bühne« in Halle 5, Stand E 402.

 

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Donnerstag, 23. März 2o17
11:30 Uhr | Marga Voigt: Clara Zetkin: Die Kriegsbriefe 1914–1918
 

Clara Zetkin und die Katastrophe des Ersten Weltkriegs
Sie war jahrzehntelang die treibende Kraft in der deutschen und europäischen Sozialdemokratie, nicht zuletzt in der Sozialistischen Fraueninternationale. Ihre Freundin Rosa Luxemburgs erinnerte Clara Zetkin an eine Kerze, die, obwohl sie an beiden Enden brannte, sich nicht zu verzehren schien. Im Sommer 1914 begann es jedoch zu flackern: Die Kriegsbefürwortung der internationalen Sozialdemokratie ließ Clara Zetkin – nach eigenen Worten – fast wahnsinnig werden und an Selbstmord denken: Hier ging ein Lebenswerk in Trümmer. All diese Vorgänge spiegeln sich in Clara Zetkins Briefen aus dem Ersten Weltkrieg.

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Donnerstag, 23. März 2o17
13:00 Uhr | Ingo Stützle: Marx 1.5, Die Wertform
 
Die Wertform in Marxens Kapital
Die Wertform ist der Springpunkt des marxschen Denkens, aber nicht einfach zu verstehen: Der Anfang des »Kapitals« sei derart kompliziert, dass Marx einen erläuternden Anhang schreiben solle. Diesen Rat gab Ludwig Kugelmann Marx bereits zur Erstauflage des »Kapital« 1867. Nach Rücksprache mit Engels macht sich Marx an die Arbeit. Viele, die sich mit der Wertformanalyse beschäftigen, kennen nur die MEW 23, die sich an der Auflage von 1890 orientiert. Anlässlich 150 Jahre »Das Kapital« wird nun der Anfang der Erstauflage erstmals allgemein zugänglich gemacht. Ingo Stützle erzählt die Geschichte und berichtet, wie Marx darum gerungen hat, den logisch-systematischen Zusammenhangim »Kapital« klarer herauszuarbeiten.

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Freitag, 24. März 2017
11:00 Uhr | Wladislaw Hedeler: Die russische Linke zwischen März und November 1917
 

Das komplizierte Revolutionsjahr 1917
Es waren bewegte Monate zwischen dem Sturz des Zaren und der Bildung der Provisorischen Regierung im März 1917 und dem Umsturz der Bolschewiki im Oktober. Ab Sommer 1917 waren daran auch führende Theoretiker der Anarchisten, der Bolschewiki, des Jüdischen Bundes, der Menschewiki und der Sozialisten­Revolutionäre beteiligt, die aus dem Exil nach Russland zurückgekehrt waren. Die von ihnen initiierten Koalitionen zerfielen so schnell, wie sie entstanden waren. Die Programmdiskussion im linken Parteienspektrum ist ein Spiegelbild der komplizierten Gemengelage im Revolutionsjahr 1917.

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Freitag, 24. März 2017
16:00 Uhr | Jörn Schütrumpf: Diktatur statt Sozialismus
 
Die USPD und die Bolschewiki 1917/18
Hinterher mochte niemand mehr erinnert werden an die Monate vor der deutschen Novemberrevolution und daran, wer was wann wo wie zu den Bolschewiki gesagt hatte. Allenfalls bekannt sind heute einige Beiträge Karl Kautskys, Eduard Bernsteins und Franz Mehrings. Dabei hat es damals eine rege Diskussion in der deutschen Linken über die Ereignisse in Russland gegeben. Die Debatte zeigte ungewöhnliche Frontverläufe, nicht bei den Opponenten, sondern bei den Befürwortern der Politik der Bolschewiki.
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