Anzuchtanleitung Nadelgehölz

Anzuchtanleitung Nadelgehölz

Vorbehandlung/Desinfektion: Um ggf. Keime auf den Pflanzensamen unschädlich zu machen und somit das Risiko des Faulens zu minimieren, bietet sich gelegentlich eine Desinfektion in einer verdünnten Wasserstoffperoxid- oder ähnlichen Desinfektionslösungen an. Bedenken Sie aber, dass diese Lösungen auch den Samen angreifen können und so die Keimfähigkeit beeinträchtigen werden kann. Daher kann eine Vorbehandlung zwecks Desinfektion nur eingeschränkt empfehlen.
Einweichen/Vorquellen: Falls Ihnen die Samen trocken erscheinen oder es für die Anzucht empfohlen wird, ist es meist hilfreich die Samen einzuweichen. Dazu werden die Samen 1-3 Tage in warmen Wasser inkubiert (zweimal täglich Wasserwechsel).
Aussaat zur Keimung: Anschließend werden die Samen in Kokoserde, Torf oder Perlite ausgesät. Wir empfehlen als Substrat für die meisten Arten Perlite oder Kokoserde. Das Substrate sollte feucht, jedoch nicht zu nass sein, da ansonsten die Samen faulen könnten. Die Feuchtigkeit lässt sich am besten überprüfen, in dem Sie das Substrat in die Hand nehmen und die Hand nun zusammendrücken. Falls Sie nur wenige Tropfen aus dem Substrat herausdrücken können, handelt es sich in den meisten Fällen um die richtige Feuchtigkeit. Je nach Tropfenmenge müssen Wasser hinzugegeben oder das Substrat mit trockenem Substrat vermischt werden. Nun werden die Samen im Substrat verteilt und in einem Anzuchtbeutel (oder z.B. Plastikbeutel, Frischhaltefolie) oder Anzuchtgefäß mit Beschriftung (Datum, Art, Anzahl der Samen) transferiert.

Wärme: Die Anzuchtbeutel oder Anzuchtgefäß samt Substrat und Samen werden nun entsprechend der Temperaturbedürfnisse der jeweiligen Art gelagert. Es empfiehlt es sich oftmals die Samen im Heizungskeller, auf einer Heizung oder im beheizbaren Gewächshaus zu lagern. Falls die Keimung aber lichtabhängig ist, so sollten die Samen an einem hellen Ort platziert werden.
Sie sollten regelmäßig, d.h. mindestens ein- oder zweimal in der Woche, den Keimbeutel auf Keimlinge überprüfen (oftmals sind helle Wurzeln zu sehen). Zudem sollten Sie darauf achten, dass das Substrat im Anzuchtbeutel / Anzuchtgefäß nicht austrocknet und immer die optimale Feuchtigkeit besitzt. Bedenken Sie, dass die Keimung von Samen zwischen 2 Wochen und mehr als 6 Monaten liegen kann. Oftmals erhält man aber nach einigen Wochen (4-8 Wochen) die ersten Keimlinge.

Eintopfen/Umtopfen: Nachdem Sie erste Keimlinge erhalten haben, ist es nötig die Keimlinge zu vereinzeln und einzutopfen. Dazu werden die Keimlinge meist in schlanke und zugleich tiefe Töpfe gepflanzte, die mit dem Anzuchtssubstrat befüllt sind. Die Keimlinge werden (je nach Anspruch der Pflanze) nun an einen hellen, aber nicht vollsonnigen Ort gestellt, der die Licht- und Temperaturbedürfnisse der Pflanze erfüllt. Achten Sie darauf, dass die Keimlinge nie austrocknen.Vergessen Sie nicht Ihre Töpfe zu beschriften, um ein Vertauschen der Pflanzen zu vermeiden. Düngung und Umtopfen in größere Gefäße je nach Bedarf.